Die Berichterstattung in der „Rheinpfalz“ zum Jahrestag der Gasexplosion in Edigheim vor einigen Wochen hat sehr viele Bürgerinnen und Bürger verunsichert. Unter anderem war in dem Bericht zu lesen, dass die Wandstärke der Gaspipeline an der Unglücksstelle nur noch ca. 1 mm betragen hat.

Viele Menschen im Norden der Stadt fragen sich jetzt natürlich: Kann dies auch an anderen Stellen der Pipeline der Fall sein? Wie sicher ist die Pipeline auf der ganzen Länge? Welche Maßnahmen wurden in den letzten drei Jahren zur Erhöhung der Sicherheit umgesetzt? Diese Fragen der Bürger hat die CDU Stadtratsfraktion aufgegriffen und die beigefügte Anfrage zur Stadtratssitzung am 11.12. gestellt. „Wir dürfen die Bürger der nördlichen Stadtteile nicht im Unklaren lassen, in welchem Zustand die Pipeline ist. Hier muss Klarheit und Transparenz her, um die Unsicherheit in er Bevölkerung zu vermeiden“, fordert Stadtrat Roman Bertram.

 

Anfrage der CDU-Stadtratsfraktion zur Stadtratssitzung am 11.12.2017

Sehr geehrte Frau Dr. Lohse,


zur oben genannten Sitzung des Stadtrats stellt die CDU-Stadtratsfraktion die folgende Anfrage:

  1. Wann wurde der Schaden an der Gasleitung erstmals festgestellt? Wie wurde die Stadt hierüber informiert?
  2. Kann ausgeschlossen werden, dass nicht noch an anderen Stellen die Wandstärke ähnlich dünn ist?
  3. Wurde nach der Gasexplosion die gesamte Leitung erneut auf Schadstellen überprüft? Wurde hierzu eine andere Prüftechnik als bisher  eingesetzt?
  4. In welchen Zeitabständen und mit welcher Prüftechnik soll die Leitung in Zukunft überwacht werden?
  5. Kann nach menschlichem Ermessen eine Gefährdung aktuell ausgeschlossen werden?
  6. Werden Arbeiten an dieser Gasleitung in Zukunft nur noch in drucklosem Zustand durchgeführt?

Begründung:

Vor drei Jahren ist in Edigheim eine Gashochdruckleitung explodiert. Zwei Menschen starben, vier weitere wurden schwer verletzt. Die jüngste  Berichterstattung in der Rheinpfalz (Gasexplosion: Anklage fraglich) über die Ursachen führt dazu, dass die Menschen in den nördlichen Stadtteilen verunsichert sind. Die Menschen fragen sich was passiert, wenn die Gasleitung an weiteren Stellen derart geschwächt ist. So soll die Wand an der Unglückstelle stellenweise weniger als einen Millimeter dick gewesen sein.


Wir bitten um schriftliche Beantwortung der Anfrage.


Mit freundlichen Grüßen

Torbjörn Kartes
Fraktionsvorsitzender

   
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