Auf dem Weg zu guten Lösungsansätzen

Helmut Kohl hat zeitlebens polarisiert und macht das auch nach seinem Tod. Es gibt viele Bürger, die ihn sehr schnell mit der Benennung einer Straße oder eines Platzes geehrt sehen wollten, aufgrund seiner Verdienste um die Einheit Deutschlands oder das Voranbringen der europäischen Idee. Es gibt aber auch Bürger, die sich auch jetzt noch an ihm reiben: Die sagen, er habe sich über das Recht gestellt. Und es gibt Menschen, gerade in seiner Heimatstadt Ludwigshafen, die von den Abläufen um die Beisetzung enttäuscht und verärgert waren.


Das alles müssen wir zur Kenntnis nehmen. Deswegen ist ja auch in vielen deutschen Städten eine kontroverse Diskussion im Gang.


Der Diskussion um die Rheinallee gingen viele andere Vorschläge voraus, beispielsweise den Ludwigsplatz, die Hohenzollernstraße oder auch die neue Stadtstraße nach ihm zu benennen.


Der Ludwigsplatz wurde verworfen, da er ein ganz traditioneller Platz in der Stadt ist, von dem sich viele Bürger keine Umbenennung vorstellen könnten. Die Hohenzollernstraße hätte für viel mehr Anwohner eine Adressänderung zur Folge und die Fertigstellung der neuen Stadtstraße wird noch viele Jahre dauern.


Der Stadtrat hat sich nach Abwägung der Gegebenheiten mit großer Mehrheit und den Stimmen der CDU, der SPD und Teilen der FDP für die Rheinallee ausgesprochen. Jetzt gegen diesen Beschluss zu plädieren, käme einer Missachtung des Stadtrates gleich.


„Dass nicht zuvor mit den Anwohnern und dem zuständigen Ortsbeirat gesprochen wurde, ist schlecht und empfinde ich als Fehler. Es führt auch zu einem nachvollziehbaren Ärger. Ich habe sofort mit der Oberbürgermeisterin gesprochen und diese wird entsprechende Anwohnerversammlungen durchführen. Das würde ich als Oberbürgermeister genauso fortsetzen und in einem guten Austausch diskutieren“, so Uebel


„Ich habe heute mit in der Rheinallee ansässigen Gewerbetreibenden an guten Lösungsansätzen gearbeitet, die wir gemeinsam in weiteren Anwohnerversammlungen vorstellen werden.


Ich hoffe sehr, dass wir vor allem mit den Gewerbetreibenden, die in erster Linie den Entschluss kritisieren, aber auch den sonstigen Anwohnern, somit einer guten Lösung entgegengehen“, ergänzt Uebel abschließend.

   
© CDU-Stadtratsfraktion Ludwigshafen